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Das Arbeitszeugnis

Ein anständiges Arbeitszeugnis ist in der heutigen Zeit das A und O. Leider ist es nicht immer leicht für den Arbeitnehmer das Arbeitszeugnis wirklich richtig zu entschlüsseln und zu verstehen. Es kommt oft zu Missverständnissen. Für Sie als Arbeitnehmer sieht das Arbeitszeugnis vielleicht sehr gut aus, doch in Wahrheit benutzen die Arbeitgeber oft verschlüsselte Botschaften im Text.

Was muss in das Arbeitszeugnis?
Im Zeugnis sollten immer Personalien des Mitarbeiters und seiner Beschäftigungsdauer mit Ein- und Austrittsangaben. Der Werdegang und die verschiedenen Arbeits- und Aufgabenbereiche des Mitarbeiters. Wenn sich Ihr Aufgabenbereich und/oder Kompetenzbereich in der Zeit der Betriebszugehörigkeit erweitert wurde, sollte dies auch hervorgehoben werden. Alle Angaben sollten vollständig und wahrheitsgemäß vorhanden sein. Ihr kompletter Tätigkeits- und Aufgabenbereich sollte genausten´s beschrieben werden. Es ist ihr gutes Recht. Angaben über die Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses kommen an das Ende vom Arbeitszeugnis. Das Arbeitszeugnis wird am letzten Tag des Arbeitsverhältnisses fällig und muss Ihnen ausgehändigt werden. Und bestehen sie immer auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis, da ihr Werdegang dort ausführlich beschrieben wird und hilfreich ist für den neuen Arbeitgeber.

Was darf nicht ins Arbeitszeugnis?
Der Arbeitgeber darf keine Auskunft geben über Außerdienstliches Verhalten, Vorkommnisse aus dem Privatleben, Kündigungsschutzklagen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Parteimitgliedschaft, Gesundheitszustand, Betriebsratstätigkeiten, Streik und Aussperrung, Verdacht auf strafbare Handlungen, Schwerbehinderteneigenschaft, Schwangerschaft, Mutterschutz oder Krankheitsbedingte Fehlzeiten (außer sie machten mehr als die Hälfte der Beschäftigungszeit aus).

Geheime Noten im Zeugnis:
Hier Auszüge aus dem Arbeitszeugnis und seine verschiedene Stufen, als kleine hilfe für Sie zum vergleichen.

  • Note 1 sehr gut = stets zu meiner vollsten Zufriedenheit oder stets zu unserer außerordentlichen Zufriedenheit
     

  • Note 2 gut = stets zu unserer vollen Zufriedenheit
     

  • Note 3 befriedigend = zu unserer vollen Zufriedenheit oder stets zu unserer vollen Zufriedenheit
     

  • Note 4 ausreichend = zu unserer Zufriedenheit oder stets zu unserer Zufriedenheit
     

  • Note 5 mangelhaft = er hat sich bemüht, seine Aufgaben zu erledigen oder die Leistungen hat unseren Erwartungen entsprochen
     

  • Note 6 ungenügend =sie hat sich bemüht, die ihr übertragenen Arbeiten zu unserer Zufriedenheit zu erledigen oder er erledigte die ihm übertragenen Arbeiten interessiert und war stets bemüht, sie termingerecht zu beenden

Die Spanne zwischen doppeldeutiger Formulierung, zu positiv klingender Bewertung ist daher schmal.
Aufzupassen ist unter anderem bei Formulierungen wie dieser drei Beispiele hier:

  • hat sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten eingesetzt
    (heißt nur...hat getan, was sie konnte, was nicht viel war)
     

  • Sie wurde mit ... beschäftigt.
    (heißt nur… Von alleine hat sie nicht gearbeitet)
     

  • Er bewies für die Belange der Belegschaft stets Einfühlungsvermögen.
    (heißt nur… Er suchte ständig Sexualkontakte)

Sollte Ihnen das Arbeitszeugnis als nicht zutreffend erscheinen reden Sie mit dem Arbeitgeber. Anspruch auf ein besseres Arbeitszeugnis haben sie jedoch nur in Ausnahmefällen und Sie müssen vor Gericht beweisen können dass das ausgestellte Arbeitszeugnis nicht der erbrachten Leistung entspricht. Auch der Arbeitgeber hat eine Beweispflicht.

 

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