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Rechtsformen

Die Wahl einer Rechtsform hat finanzielle, steuerliche und rechtliche Folgen. Sie sollten daher auf jeden Fall Ihren Steuerberater und Anwalt in die Entscheidung mit einbeziehen. Darüber hinaus gibt es aber auch persönliche Gründe. Für den einen Gründer mag das Image einer Rechtsform wichtig sein, für den anderen die mit der Rechtsform verbundenen Kosten. Klar ist: Es gibt weder die optimale Rechtsform, noch die Rechtsform auf Dauer, denn mit der Entwicklung des Unternehmens ändern sich auch die Ansprüche an dessen Rechtsform.

 

Gbr

Die GbR, oder auch BGB-Gesellschaft genannt, ist besonders für Existenzgründer mit sehr geringem Startkapital eine interessante Option. Wenn Sie sich mit einem oder mehreren Partnern zusammenschließen, bilden Sie automatisch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Die GbR kann von Gewerbetreibenden und von Freiberuflern gegründet werden.

 

Eine GbR kann von mindestens zwei Gesellschaftern gegründet werden. Der Gesellschaftsvertrag wird schriftlich oder mündlich geschlossen. Vorlagen für schriftliche GbR-Verträge bieten beispielsweise die Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern auf ihren Internetseiten. Diese Vorlagen sollten Ihnen allerdings nur zur Orientierung dienen. Ziehen Sie auf jeden Fall einen Rechtsanwalt oder Notar hinzu, um den GbR-Gesellschaftsvertrag Ihren individuellen Bedürfnissen anzupassen. Legen Sie beispielsweise fest, welche Entscheidungen gemeinschaftlich getroffen, welche von den jeweiligen Gesellschaftern alleinverantwortlich getragen werden, wie hoch die monatlichen Privatentnahmen sein dürfen usw. Vermeiden Sie mögliche zukünftige Konflikte oder Rechtsstreitigkeiten, indem Sie klare Regelungen in Ihrem Gesellschaftervertrag festlegen.

 

Gmbh

Die GmbH gehört zu den Kapitalgesellschaften. Sie ist für Gründerinnen und Gründer geeignet, die ihre Haftung beschränken möchten. Die GmbH wird von mindestens einem Gesellschafter (Ein-Personen-GmbH) gegründet. Der Gesellschaftsvertrag muss notariell beurkundet werden. Das Mindeststammkapital, das Sie in die Gründung einbringen müssen beträgt 25.000 Euro.

 

KG

Die KG ist vor allem für Unternehmer bzw. Unternehmerinnen von Vorteil, die Partner mit zusätzlichem Kapital wünschen, aber alleinige Chefin bzw. alleiniger Chef im Unternehmen bleiben wollen. Sie ist außerdem für Familienmitglieder interessant, die nicht persönlich haften wollen bzw. sollen. Die KG besteht aus dem Unternehmer (Komplementär) und weiteren Gesellschaftern (Kommanditisten). Der Gesellschaftsvertrag ist formfrei. Die KG muss ins Handelsregister eingetragen werden. Mindestkapital ist nicht vorgeschrieben. Unternehmensführung In einer KG haben Sie als Komplementär alleiniges Entscheidungsrecht (falls ein Vertrag dies nicht anders regelt). Bei mehreren Komplementären ist jeder allein zur Geschäftsführung und zur Vertretung der KG berechtigt. Die Kommanditisten sind von der Geschäftsführung ausgeschlossen, sie sind nur finanziell am Unternehmen beteiligt.

 

OHG

Die OHG ist eine Rechtsform für mehrere Personen, die gemeinsam ein kaufmännisches Gewerbe betreiben möchten. Kleingewerbetreibende, die mit einem Partner ein Handelsgeschäft eröffnen wollen, können diese Rechtsform nicht wählen; sie ist nur etwas für Kaufleute. Die OHG kann von mindestens zwei Gesellschaftern gegründet werden. Der Gesellschaftsvertrag ist formfrei. Der Eintrag ins Handelsregister ist Pflicht. Ein Mindestkapital ist nicht vorgeschrieben.

 

LTD

Zu den aufstrebenden Stars der Rechtsformen gehört die englische Limited. Über die Vor- und Nachteile lässt sich aber streiten! Innerhalb der Europäischen Union besteht gesellschaftsrechtlich Niederlassungsfreiheit für Unternehmen, die ihren Sitz in einem der EU-Staaten haben. Es ist Kein Notar notwendig. Gesellschafter stellen beim Companies House, dem zentralen englischen Gesellschaftsregister, einen Antrag auf Eintragung. Liegt kein Zurückweisungsgrund vor, so erstellt und versendet das Companies House die Gründungsbescheinigung, das sogenannte "Certificate of Incorporation".

 

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