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Finanzierung

Wenn Sie ermittelt haben, wie viel Geld Sie brauchen, müssen Sie sich um die Finanzierung kümmern, also Geldquellen für Ihr Unternehmen finden. Quellen sind: Eigenkapital (Ihr eigenes Geld oder Beteiligungskapital anderer Geldgeber) sowie Fremdkapital (Bankkredite und öffentliche Fördermittel). Viele Gründerinnen und Gründer kalkulieren zu knapp und "verdursten" dann auf halber Strecke, sei es, weil die Geschäfte nicht so anlaufen, wie sie es sich erhofft haben oder weil etwas anderes unvorhergesehenes geschieht. Sie sollten also immer einen Puffer bei der Finanzierung berücksichtigen. Außerdem sollten Sie überlegen, ob die Ausstattung, die Sie sich für den Start anschaffen möchten, auch tatsächlich in dem Umfang notwendig ist. Möglicherweise ist in dem einen oder anderen Fall erst einmal eine kleinere Ausrüstung ausreichend. Überlegenswert ist auch, ob Büroausstattung, Kfz oder vielleicht auch Maschinen oder Hilfsmittel zunächst angemietet oder aus zweiter Hand gekauft werden können. Das alles trägt dazu bei, den Schuldenberg, der entsteht, wenn Sie Fremdkapital in Anspruch nehmen, so niedrig wie möglich zu halten.

 

Seit dem 1.8.2006 gibt es den Gründungszuschuss, der das Überbrückungsgeld und den Existenzgründungszuschuss (Ich-AG-Förderung) ersetzt hat. Man bekommt für neun Monate weiterhin sein Arbeitslosengeld I und zusätzlich 300 Euro monatlich. In den letzten drei Monaten bekommt man 300 Euro monatlich. Insgesamt wird man 12 Monate lang gefördert. Anspruchsberechtigt sind Selbständige, die nach ihrer Gründung noch einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld I für mindestens 90 Tage haben oder die vor der Gründung in einer ABM nach dem SGB III beschäftigt waren.

 

Darüber hinaus muss der Gründungsinteressierte seinen Geschäftsplan mit einem fachlich kompetenten Berater durchgesprochen haben und seinen Sachbearbeiter in der Arbeitsagentur von seiner fachlichen und persönlichen Eignung überzeugen. Gelingt ihm das nicht, dann braucht er nicht zu verzweifeln - ein engagierter Sachbearbeiter vermittelt ihn in ein Gründungscoaching und in Existenzgründungsseminare, in denen der Existenzgründer seine für die Gründung relevanten Defizite ausgleichen kann.

 

Auch Hartz-IV-Empfänger haben eine Chance, sich selbständig zu machen. Zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld II bekommen sie ein Einstiegsgeld, um sich sozial absichern zu können. Sowohl der Gründungszuschuss als auch das Einstiegsgeld sind Kann-Leistungen, auf die die Antragssteller keinen Rechtsanspruch haben.

 

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