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Urlaub

Urlaubsanspruch ist gesetzlich geregelt

Im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) ist festgelegt, dass ein Arbeitnehmer mindestens

24 Werktage im Jahr Anspruch auf bezahlten Urlaub hat – bezogen auf eine 6-Tage Woche.
Bei einer 5-Tage Woche verringert sich der Anspruch auf 20, bei einer 4-Tage Woche auf 16 und bei 3 Arbeitstagen auf 12 Urlaubstage. In allen Fällen ergibt es 4 Wochen. Es macht also keinen Unterschied, ob Sie Vollzeit, Halbtags oder im Nebenjob arbeiten. Es gilt gleiches Urlaubsrecht für alle. Grundlage ist der Urlaubsanspruch bei Vollzeitbeschäftigung.

Abweichungen können durch einen Tarifvertrag oder einer gesonderten Betriebsvereinbarung erfolgen. Meistens beinhalten solche Regelungen eine Verbesserung, bspw. 30 anstatt 24 Werktage. Daneben gibt es noch für Jugendliche, Behinderte, Wehrdienstleistende, für im Erziehungsurlaub befindliche Arbeitnehmer, bei Heimarbeit und für einige andere Berufsgruppen ebenfalls Ausnahmeregelungen.

Urlaub ist möglichst zusammenhängend zu gewähren, bei betrieblichen Ausnahmesituationen ist eine Abweichung zulässig, sollte jedoch 12 zusammenhängende Tage nicht unterschreiten. Krankheitstage im Urlaub gelten, sofern eine ärztliche Bescheinigung vorgelegt wird, nicht als Urlaubstage. Sonn- und Feiertage werden nicht mitgezählt.


Wartezeit:
Das Urlaubsrecht sieht einen Anspruch erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit vor. Wird das Arbeitsverhältnis vorher aufgelöst, steht Ihnen für jeden vollen Monat Betriebszugehörigkeit ein Zwölftel zu. Ergibt sich zu den vollen Tagen noch eine bestimmte Stundenzahl und überschreiten diese einen halben Arbeitstag, wird auf einen vollen Tag aufgerundet.
Achtung! Haben Sie im laufenden Kalenderjahr bereits Urlaub bei einem vorigen Arbeitgeber genommen, dann können Sie nicht mehr den vollen Urlaubsanspruch beim neuen Arbeitgeber geltend machen. Arbeitgeber sind in der Pflicht, eine Bescheinigung über den Urlaubs-Status auszustellen. Doppelter Urlaub ist damit ausgeschlossen.

Urlaubszeit:
Ihre Urlaubswünsche müssen berücksichtigt werden, sofern diese betrieblichen Belangen nicht im Wege stehen.
Urlaub soll laut Urlaubsrecht im laufenden Kalenderjahr oder bis spätestens 31. März des Folgejahres genommen werden.
Während der Urlaubsanspruch gesetzlich geregelt wurde, ist der Urlaubszeitpunkt nicht geregelt. Sie können höchstens Ihren Wunsch beim Arbeitsgericht einklagen und eine einstweilige Verfügung erwirken. Auf keinen Fall sollten Sie stur sein und Ihren Willen durchsetzen - es sei denn, Sie sind an einer Weiterbeschäftigung nicht interessiert.

Es empfiehlt sich also rechtzeitig Absprachen mit dem Arbeitgeber und den Kollegen zu treffen und diese Abwesenheitstermine in einer Urlaubsliste öffentlich auszuhängen. Es schadet auch nicht, gelegentlich darauf aufmerksam zu machen und bei neuen Projekten oder Aufträgen, den Chef an die Urlaubsregelung zu erinnern.

Widerruf von gewährtem Urlaub:
Ein Abbruch des Urlaubs kann nicht erzwungen werden und ist gesetzlich nicht zulässig. Bei gewährtem, aber noch nicht angetretenem Urlaub, kann ein Widerruf bei außergewöhnlichen Fällen zulässig sein.

 

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