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Die Probezeit in einem bestehenden Arbeitsverhältnis

Sie haben wochenlang verschiedene Jobannoncen in Zeitschriften oder im Internet durchgearbeitet und haben Ihr Vorstellungsgespräch erfolgreich absolviert. Nun liegt Ihnen Ihr Arbeitsvertrag vor und Ihr blickt fällt auf die Passage wo eine Probezeit von mehreren Monaten festgeschrieben ist.

 

Doch was steckt hinter der Probezeit?
Im Prinzip bedeutet die Probezeit, dass Ihr Arbeitsvertrag nach Ablauf dieser festgelegten Monate ausläuft und in diesem Zeitraum findet der Arbeitgeber heraus ob Sie wirklich die Richtige für diese Tätigkeit sind. Üblicherweise geht die Probezeit zwischen drei bis sechs Monate, wobei eine Kündigung von Seiten des Arbeitgebers ohne weitere Angabe von Gründen ausgestellt werden kann. Das ist dann das sogenannte befristete Probearbeitszeitverhältnis.


In dem Fall, dass Sie die Probezeit bestehen läuft das Arbeitsverhältnis weiter. Somit haben Sie dann ein unbefristetes Dauerarbeitsverhältnis. Es ist von einem Dauerarbeitsverhältnis mit vorgeschalteter Probezeit auszugehen, wenn Sie innerhalb des Arbeitsvertrages keine eindeutige Formulierung findet, dass Ihr Arbeitsverhältnis beendet ist nach dem Ablauf der Probezeit.


Es ist außerdem möglich, dass Sie einen Kündigungsschutz haben. Der Kündigungsschutz tritt aber nur dann in Kraft, wenn Sie ein unbefristetes Dauerarbeitsverhältnis haben und das nur unter bestimmten Umständen. Im Prinzip müssen zwei wesentliche Tatsachen vorliegen. Erstens der Arbeitgeber muss mindestens sechs Beschäftigte in seinem Betrieb haben und zweitens muss Ihre Probezeit länger als sechs Monate gehen. Manche Probezeiten laufen neuen oder zwölf Monate, aber nach Ablauf von sechs Monaten tritt Ihr Kündigungsschutz in Kraft. Das trifft auch dann zu, wenn Sie als schwer behindert gelten oder Schwanger sind. Allerdings auch erst nach sechs Monaten.

 

Befristete Probearbeitszeit
Es gibt bei einer befristeten Probearbeitszeit keinen Kündigungsschutz, da es absehbar ist, wann Sie den Betrieb oder die Firma verlassen werden.


Ein weiterer Punkt ist, dass der Arbeitgeber den Betriebsrat über jede Kündigung informieren muss. Tut der Arbeitgeber dies nicht so ist die Kündigung unwirksam( §102 Abs.1 Satz 3 BetrVG).
Während einer vereinbarten Probezeit gibt es eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Allerdings nur dann, wenn in Ihrem Arbeitsvertrag nichts anderes festgeschrieben wurde.
„ Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.“ ( § 622 Abs. 3 BGB).
Diese zwei Wochenfrist gilt auch bei einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.
Diese kurze Frist ist von beiden Seiten verwendbar, von Ihnen als Arbeitnehmer und von Ihrem Chef als Arbeitgeber.

 

Probezeit vereinbaren
Wichtig ist auch zu Wissen, dass die Probezeit frei vereinbart werden kann, aber begrenzt werden kann. Je nach dem wie Ihr Arbeitsinhalt ist. Das Bedeutet, dass wenn Sie eine einfache Tätigkeit ausführen, die Probezeit kürzer sein wird, weil Ihre Erprobung schneller verläuft, als wenn Sie eine komplizierte Tätigkeit ausführen.
Bei einfachen Tätigkeiten wird eine Probezeit von drei bis vier Monaten erfolgen.
Bei einer schwierigen Tätigkeit liegt eine Probezeit von sechs bis neun Monaten vor.

 

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