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Nebenjob

Wenn Ihnen Ihr monatliches Gehalt zum Leben nicht reicht, dann haben Sie die Möglichkeit, bei Ihrem Chef eine Gehaltserhöhung zu beantragen, den Arbeitgeber zu wechseln oder aber sich einen Nebenjob zu suchen. Im Kleinanzeigenteil der örtlichen Tageszeitungen werden immer wieder Menschen gesucht, die entweder als Pizza-Fahrer oder Hausmeister sich neben ihrem Hauptjob etwas hinzu verdienen möchten. Die Bundesregierung hat vor Jahren die Möglichkeit dazu geschaffen, dass Einnahmen aus einem sogenannten geringfügigen Beschäftigungsverhältnis bis zu einem Betrag von

400,00 € im Monat sozialversicherungsfrei sind.


Bevor Sie aber einen Nebenjob annehmen, müssen Sie in Ihrem Arbeitsvertrag nachsehen, ob Ihr Arbeitgeber Ihnen überhaupt die Ausübung einer solchen Tätigkeit erlaubt oder ob er Ihnen eine ausdrückliche Genehmigung dazu erteilen muss. Selbst wenn diese nicht erforderlich ist, so sollten Sie Ihren Arbeitgeber wenigstens von Ihrem Vorhaben in Kenntnis setzen.


Auf Eines müssen Sie bei der Auswahl Ihres Nebenjobs aber achten:

Er darf keineswegs Ihr Hauptarbeitsverhältnis beeinträchtigen. Das heißt konkret: Wenn Sie nach einem langen Bürotag abends noch einige Stunden an einer Kasse einer Tankstelle stehen, laufen Sie Gefahr, dass Sie am nächsten Morgen nicht ausgeruht zur Arbeit kommen können. Das gleiche gilt, wenn Sie einen Nebenjob in einem Wachdienst annehmen, wo Sie hauptsächlich am Abend bzw. in der Nacht Dienst tun. Dagegen kann man sicher nicht von einer Beeinträchtigung sprechen, wenn Sie nach Feierabend für einige Zeit Kurierfahrten übernehmen.


Allerdings dürfen Sie bei Ausübung Ihres Nebenjobs die vom Gesetzgeber maximale tägliche Arbeitszeit von 10 Stunden und die wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden nicht überschreiten. Zudem müssen zwingend die Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden.


Es gibt aber auch Tätigkeiten, deren Ausübung sich von selbst verbieten. Das sind solche, wo Sie Ihrem Hauptarbeitgeber Konkurrenz machen. So dürfen Sie nach Feierabend in Ihrer Garage keine Autos selbst reparieren, wenn Sie in Ihrem Hauptjob in einer Kfz-Werkstatt als Kfz-Mechatroniker tätig sind. Dazu bedarf es auch keiner gesonderten Klausel in Ihrem Arbeitsvertrag; ein solcher Nebenjob verbietet sich von selbst.

Wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber nach einem Gespräch die Zustimmung zur Ausbübung eines Nebenjobs verwehrt, können Sie im Grunde wenig ausrichten. Um keine Kündigung Ihres Arbeitsvertrages zu riskieren, sollten Sie dann auf den Nebenjob verzichten.

 

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