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Alles über Kündigung

Eine ungewollte Kündigung kann für den Arbeitnehmer eine unangenehme Angelegenheit sein. Nicht in jedem Fall, müssen sie untätig auf die Arbeitslosigkeit warten. Oftmals sind ausgesprochene Kündigungen unwirksam, weil Fristen nicht eingehalten worden sind. Alles über die Kündigung ist im Arbeitsrecht, Bundesgesetzbuch oder in den entsprechenden Tarifverträgen zu finden.

Auch für Arbeitgeber muss für eine beabsichtigte Kündigung im Vorfeld einiges abgeklärt werden, damit Fristen und Formen nicht verpasst, sondern eingehalten werden können. Geschieht dies nicht, kann die Kündigung unter Umständen für unwirksam erklärt werden.

Grundsätzlich ist es für jeden Arbeitnehmer sinnvoll, über eine entsprechende Rechtschutzversicherung zu verfügen, in der das Arbeitsrecht mit abgedeckt ist. Dann ist es für den jeweiligen Arbeitnehmer einfacher, die Rechtmäßigkeit der Kündigung zu prüfen und bei eventuellen Formfehlern entsprechend handeln zu können.
Befindet der Arbeitnehmer oder dessen Anwalt die Kündigung als unrechtmäßig, dann wird dagegen Einspruch eingelegt und der Weg zum Arbeitsgericht steht an.

Es gibt zwei Arten von Kündigungen. Zum einen die fristlose Kündigung, auch außerordentliche Kündigung genannt und zum zweiten, die ordentliche Kündigung.

fristlose Kündigung:
Sie kann dem Arbeitnehmer fristlos oder mit einer Auslauffrist erklärt werden.
Bei der fristlosen Kündigung verfügt der Arbeitnehmer über keinen besonderen Kündigungsschutz. Die Kündigungserklärung muss schriftlich erfolgen und die Gründe, welche zur fristlosen Kündigung führten, schriftlich festgehalten sein. Geregelt ist dies im § 626 BGB. Eine fristlose Kündigung bedarf immer einem Grund. Diese können zum Beispiel sein, Rassendiskriminierungen, Arbeitsbummlerei, Beleidigung, Arbeitsverweigerung oder eine Anzeige wegen schwerwiegender Straftaten. Auch sexuelle Belästigung oder bei Berufskraftfahrern, Trunkenheit am Steuer, können Gründe für ein außerordentliche Kündigung sein. Ist einer dieser Gründe gegeben? Dann ist eine außerordentliche Kündigung in der Regel gerechtfertigt. Dennoch ist anzuraten, dass Kündigungsschreiben von einem Anwalt auf Form, -und Fristeinhaltung prüfen zu lassen. Es kann natürlich sein, das der Arbeitgeber Gründe für eine Kündigung ausspricht, die nicht gerechtfertigt sind. Eine Frau im Mutterschutz, Teilnahmen an Arbeitsstreiks oder länger andauernde Erkrankungen sind keine Kündigungsgründe und müssen von der Arbeitnehmerseite nicht als solche anerkannt werden. Wird ein Arbeitsverhältnis von einem Arbeitgeber ohne Angabe eines Grundes gekündigt, kann der Arbeitnehmer die Angabe des Kündigungsgrundes verlangen, dieser muss dann unverzüglich schriftlich nachgereicht werden, ansonsten wird die Kündigung unwirksam.

ordentliche Kündigung:
Außer der fristlosen Kündigung, gibt es noch die ordentliche Kündigung, bei welcher der Arbeitgeber einen so genannten "Kündigungsgrund" benötigt, wenn das im Arbeitsvertrag oder den Betriebsbestimmungen so geregelt ist. Einem Arbeitnehmer kann nicht einfach gekündigt werden, wenn seine Arbeitsstelle über mehr als 5 Angestellte verfügt und er bereits länger als 6 Monate dort beschäftigt ist. Eine Kündigung muss in diesem Fall sozial gerechtfertigt sein.
Erfolgt die ordentliche Kündigung aufgrund eines Fehlverhaltens des Arbeitnehmers, muss dieser vorher durch seinen Arbeitgeber abgemahnt werden. Falls die Kündigung aus betrieblichen Gründen ausgesprochen werden soll, muss der Arbeitgeber versuchen, eine gerechte soziale Auswahl zu treffen.
Ist der Mitarbeiter mit der ordentlichen Kündigung nicht einverstanden, so muss er innerhalb von 3 Wochen nach Eingang der Kündigung, eine Kündigungsschutzklage einreichen.
Fühlt sich der Mitarbeiter im Recht und findet er, dass die angegebenen Gründe in der Kündigung nicht gerechtfertigt sind, kann der Arbeitnehmer ebenfalls innerhalb von 3 Wochen eine Klage vor dem Arbeitsgericht anstreben.

Arbeitnehmer sollten die gesetzliche Kündigungsfrist von 28 Tagen beachten. Der Lohn wird weiterhin bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses bezahlt, auch wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer von seiner Arbeit freistellt.
Der Unterschied zwischen der ordentlichen und der außerordentlichen Kündigung besteht darin, dass bei der fristlosen Kündigung die Kündigungsfrist nicht oder nicht vollständig eingehalten wird.

 

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