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Abmahnung

Gründe
Gründe für eine Abmahnung können zum Beispiel sein: häufiges Zuspätkommen, Nichteinhalten von Arbeitsanweisungen, das Nichteinhalten von Rauch- und Alkoholverbot oder Fehlverhalten gegenüber Arbeitgeber oder Arbeitskollegen.

Formales
Die Abmahnung wird meist schriftlich ausgesprochen, da diese auch vom Arbeitgeber dazu dienen kann eine Kündigung vorzubereiten. Auf jeden Fall wird diese immer Ihrer Personalakte hinzugefügt.

Inhalt
Damit Sie, als Arbeitnehmer, wissen, was Sie falsch gemacht haben, muss Ihr Arbeitgeber Ihnen in der Abmahnung genau beschreiben, wann Sie sich welches Fehlverhalten zu Schulden kommen lassen haben. Es wird auch immer in einer Abmahnung stehen, dass im Wiederholungsfall die Kündigung ausgesprochen wird.

Wann ist eine Abmahnung nicht angemessen?
Eine Abmahnung ist nicht nur dann nicht angemessen, wenn Ihnen ein Vorfall zur Last gelegt wird, der sich gar nicht ereignet hat, sondern auch, wenn die Abmahnung gewisse Formfehler enthält.
Was tun bei fehlerhafter Abmahnung aufgrund von Formfehlern?

Bei einer Abmahnung, die Formfehler enthält, ist es nicht ratsam dagegen vorzugehen und Sie sollten die Sache auf sich beruhen lassen. Möglich wäre eine Gegendarstellung Ihrerseits, die Sie dann mit in die Personalakte reichen können. Sollten Sie weitere Schritte gegen die Abmahnung unternehmen, könnte es passieren, dass Ihr Arbeitgeber dann diesen Formfehler korrigiert, die Abmahnung trotzdem wirksam ist und Sie sich damit noch mehr Ärger einfangen.

Was tun bei unberechtigter Abmahnung?

  1. Sie können in diesem Fall auch wieder eine Gegendarstellung mit allein Einzelheiten des Vorfalles aus Ihrer Sicht schreiben und verlangen, dass diese in Ihre Personalakte eingefügt wird.

  2. Falls Sie in einem Unternehmen arbeiten, dass einen Betriebsrat hat, können Sie sich an diesen mit der Bitte wenden, sich mit dem Arbeitgeber auseinanderzusetzen und darauf zu dringen, dass die Abmahnung aus der Personalakte wieder entnommen wird.

  3. Als letzte Instanz können Sie vor dem Arbeitsgericht gegen Ihren Arbeitgeber klagen und beantragen, dass die Abmahnung aus Ihrer Personalakte wieder entfernt wird.

Bevor Sie sich für einen der beiden letzten aufgeführten Wege entscheiden, sollten Sie sich gründlich informieren und fachkundige Beratung einholen, da es in Einzelfällen sehr schwierig ist, gegen eine Abmahnung vorzugehen, ohne persönlich Schaden zu nehmen.

Bedenken Sie auch, dass Sie mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht das Vertrauensverhältnis zwischen Ihren Arbeitgeber und Ihnen empfindlich erschüttern können und somit keine Weiterbeschäftigung mehr möglich sein kann. Eine Kündigung wäre dann unumgänglich.


Sollten Sie vorhaben an Ihrem Arbeitsplatz weiter zu arbeiten empfiehlt es sich, lediglich eine Gegendarstellung zu schreiben, die dann ebenfalls in die Personalakte gereicht wird. Diese Gegendarstellung sollten Sie aber auch nicht ohne anwaltliche Hilfe schreiben.


Sollten Sie aber nicht mehr vor haben, bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber weiter beschäftigt zu sein, dann sollten Sie Ihre Vorgehensweise genau planen, damit er Ihnen kündigt. So können Sie dann mit anwaltschaftlicher Hilfe zudem noch eine Abfindung Erstreiten.

 

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