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Abfindung

Arbeitsverhältnisse können auf verschiedenen Wegen beendet werden. Durch Eintritt in das Rentenalter, Tod des Arbeitnehmers, Kündigung durch den Arbeitnehmer oder Arbeitgeber, oder Auflösungsvertrag, in dem beide Seiten ihr Einverständnis zur Aufhebung des Arbeitsvertrages erklären. Die beiden letzten Möglichkeiten geben Ihnen unter Umständen das Recht, eine Abfindung zu fordern.


Dabei ist Folgendes zu beachten:

  • Die Kündigung durch den Arbeitgeber muss betriebsbedingt sein, bei einer persönlich verschuldeten Kündigung steht Ihnen keine Abfindung zu.

  • Im Aufhebungsvertrag fordert der Arbeitgeber einen schriftlichen Verzicht auf eine Wiedereinstellungs- oder Kündigungsschutzklage.

Höhe der Abfindung

  • Die Höhe der Abfindung ist mit einem halben Monatsgehalt pro gearbeitetem Jahr im Kündigungsschutzgesetz festgesetzt, beschränkt auf 12 Monatsgehälter. Wenn Sie bei der Kündigung 50 Jahre oder älter sind und länger als 15 Jahre angestellt waren, erhöht sich dieser Anspruch auf bis zu 15 Monatsgehälter und kann bei einer Betriebszugehörigkeit von mehr als 20 Jahren und einem Lebensalter von über 55 Jahren bis zu 18 Monatsverdiensten angehoben werden.

  • Als Grundlage für die Berechnung der Abfindung nimmt man den Betrag, der Ihnen im letzten Monat des Arbeitsverhältnisses zusteht.

  • Muss ein Betrieb mehrere Kündigungen aussprechen, um beispielsweise eine drohende wirtschaftliche Notlage abzuwenden, wird ein Sozialplan ausgearbeitet. Unter Umständen kann dies auch zu einer Kürzung der gesetzlich empfohlenen Höhe der Abfindung führen.

Anrechnung der Abfindung bei Arbeitslosigkeit

Leider folgt nach der Kündigung oft der Weg in die Arbeitslosigkeit und damit stellt sich die Frage nach Anrechnung der Abfindung auf das Arbeitslosengeld.
Auch hier gibt es verschiedene Aspekte zu beachten:

  • Grundsätzlich führt eine Abfindung nicht zum Verlust von Anspruch auf Arbeitslosengeld, sondern nur zu einem Ruhen des Anspruchs. Dies ist der Fall, wenn eine Abfindung gezahlt wird, um die gesetzliche Kündigungsfrist zu verkürzen. Fūr diese Zeit müssen Sie auf Arbeitslosengeld verzichten, verlieren aber weder an Höhe noch Dauer Ihres Anspruchs.

  • Daneben gilt der Grundsatz, dass nicht mehr als 60 % der Abfindungssumme mit dem Arbeitslosengeld verrechnet werden dürfen. Dieser Prozentsatz verschiebt sich noch zu Gunsten des Arbeitnehmers, wenn mehr als 5 Jahre Betriebszugehörigkeit vorgewiesen werden können und mindestens das 40. Lebensjahr vollendet ist. Anhand einer Tabelle wird die Verrechnungssumme alle 5 Jahre um 5 % herabgesetzt, so dass im günstigsten Fall nur 25 % der Abfindung mit dem Arbeitslosengeld verrechnet werden. Dies trifft bei Ihnen zu wenn Sie älter als 50 sind und mehr als 20 Jahre Betriebszugehörigkeit vorweisen können, oder mit 60 Jahren 10 Jahre bei Ihrem Arbeitgeber angestellt waren.

 

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